Die Krise als Chance zur Transformation des Denkens und Handelns

Dieser Artikel ist im Projektmagazin Ausgabe 10/2020 erschienen.  Lesen Sie über einen Ansatz zur einer neuen Denklogik, welche den souveränen Umgang mit Komplexität ermöglicht. Der Schwerpunkt liegt auf dem Thema Unbestimmtheit .

Management Summary


  • Die Corona Krise bietet die Chance für einen globalen Bewusstseins-Shift, für die Lösung der Probleme, die durch rationales Denken entstanden sind

  • Dazu zählen der brachiale Umgang mit Ressourcen, der Klima-Wandel und Artensterben hervorgebracht hat und ebenso das Leid von Menschen. Trotz der besten Lebensbedingungen aller Zeiten ist die Welt geprägt von Egoismen und Not, von Kriegen, Stress und Diskriminierung.

  • Diese Zustände müssen nicht so sein, sie sind Resultat einer linearen, mechanistischen Denkstruktur. Die Lösung liegt auf einer komplexeren Stufe des Denkens, dem holistischen Bewusstsein, welches Komplexität nutzt, statt sie zu bekämpfen und dem Wohl aller Lebewesen verpflichtet ist.

  • Die Problematik besteht darin, dass die bereits vorhandenen, holistischen Konzepte nicht als überlegen erkannt und stattdessen bekämpft werden. Wenn aber das Bekannte und Bestimmte zusammenbricht und die aktuelle Denkweise keine Lösungen für die veränderten Umstände erzeugen kann, dann steigen die Chancen, dass Menschen mit dem Mut der Verzweiflung eine Transformation bewerkstelligen und auf eine komplexere Bewusstseinsstufe wechseln.

  • Der Zusammenbruch des Bestimmten ist die Voraussetzung dafür, dass bessere Systeme entwickelt werden können. Am Anfang dieser Reise steht ein anderer Umgang mit Unbestimmtheit, wodurch sich neue Chancen eröffnen und der Umgang mit der Krise erleichtert wird.

Es soll nicht wieder so werden wie es war

Als ich Mitte Februar (vor Beginn von Restriktionen) in einem Drogeriemarkt von Hamsterkäufern fast umgerannt wurde, dachte ich darüber nach, was passieren würde, wenn die Situation wirklich dramatisch würde. Jeder von uns kennt passende Szenarien aus Hollywood Filmen. Ich stellte mir vor, wie Bewaffnete auf Parkplätzen von Supermärkten den Kunden ihre Lebensmitteltaschen abnähmen, weil sie selbst einfach kein Geld mehr hätten.

In der Not greifen Menschen auf archaische Verhaltensmuster zurück. Es besteht aber gleichermaßen die Chance, dass Menschen mit dem Mut der Verzweiflung nach oben springen, dass sie ihren Denkrahmen sprengen und eine höhere, komplexere Perspektive einnehmen. Dabei kann man sich kaum vorstellen, dass es etwas außerhalb des eigenen Denkrahmens geben könnte. Es gibt aber mentale Fähigkeiten, die buchstäblich Berge versetzen und Menschen, die angstfrei durch Krisen gehen. Was machen sie also anders?

In diesem Beitrag geht es darum, aufzuzeigen, dass Probleme DURCH die Art unseres Denkens erzeugt werden. Dementsprechend können sie auch durch Veränderung der Denkweise, durch Transformation gelöst werden. Die Schwierigkeit besteht darin, dass ausgerechnet der eigene Verstand der Gegner ist bei diesem Prozess. Ich baue in diesem Beitrag auf meine Artikel Der Komplexität mit neuem Bewusstsein begegnen und Wie Change Management gelingt auf. Dort beschreibe ich das holistische Bewusstsein als Voraussetzung einer neuen Denklogik, welche Lebendigkeit integriert und deshalb der komplexen Welt angemessen ist.

Sie können alle drei Artikel mit einer E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anfordern. Aus autorenrechtlichen Gründen kann ich diese nicht frei veröffentlichen.

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