Stöhnen ist sinn­voll, jam­mern hilft gar nicht!

stoehnen statt jammern

Stöhnen ist eine unterschätzte Technik des Loslassens. We­sent­lich beim Stöh­nen ist, dass man es nach ei­ner An­stren­gung oder Frus­tra­tion prak­ti­ziert. Jammern hingegen dehnt den Zustand des Opferseins aus und hält ungute Gefühle aufrecht.

Warum stöhnen oder jammern Menschen?

Wenn Men­schen Un­recht wider­fährt, ha­ben sie in­stink­tiv das Be­dürf­nis an­deren da­von zu er­zählen. Stell Dir vor, was mir passiert ist............ Ein we­nig Mit­ge­fühl, mo­ra­li­sche Un­ter­stüt­zung aber auch ein Quent­chen Auf­merk­sam­keit wer­den schon hel­fen, das Un­recht zu ver­dauen, oder? 
Die Auf­re­gung wird bei­be­hal­ten und die ne­ga­tive En­er­gie des Vor­falls mög­licher­wei­se noch ge­stei­gert. Wer ist nicht schon in die Fal­le ge­tappt, sich in ei­ner sol­chen Si­tu­ation an hö­her­er Stel­le zu be­schwe­ren? Durch das wie­der­hol­te Er­zäh­len der Ge­schich­te wird der Zu­stand des Opfer­seins aus­ge­dehnt, das fühlt sich nicht gut an. Er­leich­ter­ung er­langt man hin­ge­gen durch Stöh­nen, wenn es rich­tig ge­macht wird.

Stöh­nen ist ei­ne ge­sun­de Stra­te­gie

Stöh­nen ist eine völ­lig un­ter­schätz­te Tech­nik des Los­las­sens. We­sent­lich beim Stöh­nen ist, dass man es nach ei­ner An­stren­gung oder Frus­tra­tion prak­ti­ziert. Rich­tiges Stöh­nen lockert das Zwerch­fell und för­dert die Ent­span­nung. At­men Sie tief durch die Nase ein und ge­räusch­voll (es könnte sich wie ääääch anhören) aus und ach­ten Sie da­rauf den Bauch los­zu­las­sen (es sieht nur se­kun­den­wei­se un­schlank aus).

Stöh­nen hilft sofort

Nach drei Wie­der­ho­lun­gen füh­len Sie sich be­reits besser. Die Ent­span­nung lässt sich noch stei­gern, in­dem Sie zu­sätz­lich beim Ein­atmen die Schul­tern bis zu den Oh­ren hoch­zie­hen und beim Stöh­nen fal­len las­sen.

Hilft Stöhnen dabei zu ver­zeihen? 

Ver­zei­hen oder Los­las­sen ist ein Pro­zess, der sich im ei­ge­nen Be­wusst­sein ab­spielt. Ver­zei­hen be­deu­tet nicht, die Tat gut­zu­hei­ßen oder zu ent­schul­digen. Im ersten Schritt geht es nur da­rum, die ei­ge­ne Be­find­lich­keit wie­der ins Gleich­ge­wicht zu brin­gen, in­dem man die ne­ga­ti­ven Ge­füh­le loslässt. Ob Sie einen zweiten Schritt gehen und Verständnis für den Täter aufbringen möchten - aus dem Bewusstsein heraus, dass jeder Mensch aus seiner Perspektive Recht hat - das können Sie später entscheiden. 

 

Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.

Mahatma Ghandi

 

Stöhnen macht es leichter zu verzeihen 

Man hat also die Wahl zwi­schen dem Ge­fühl Recht zu ha­ben - ge­nauer ge­sagt auf dem Un­recht des an­de­ren zu be­har­ren - oder dem ei­ge­nen Wohl­er­ge­hen. Während Sie bewusst und aktiv stöhnen kann die belastende Situation geistig in eine Rakete gesetzt und ins Nirvana geschossen werden. Das laute Stöhnen ist der Antrieb für die Rakete und befreit Sie von den unguten Gefühlen. 

 

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