Transformation, nicht Change!

wie change management gelingt

Change Prozesse scheitern, weil sie auf linearen Strategien beruhen, welche der Komplexität nicht angemessen sind.  Eine komplexere Denkstruktur (holistisches Denken) im Zusammenspiel mit Expertise macht Veränderungsprozesse erfolgreich. Das Ergebnis ist Transformation, der Wandel von Bewusstsein und Systemen auf eine komplexitätssouveräne Ebene.



Dieser Artikel ist ein Auszug eines umfassenden Essays, das wir für das Projektmagazin unter dem Titel "Wie Change Management gelingt" geschrieben haben. Gerne senden wir Ihnen das PDF, eine kurze Nachricht an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! genügt. Auch den Beitrag "Der Komplexität mit neuem Bewusstsein begegnen" können Sie auf diese Weise erhalten.

Transformation erfordert transformiertes Denken

Unternehmen sind nicht aufgestellt für die komplexe, dynamische VUCA-Welt. Sie sind nach ökonomischen Gesichtspunkten organisiert und auf  Standardisierung, Vereinfachung und Effizienz ausgerichtet. Mit denselben, rationalen Denkstrukturen werden auch Change Prozesse betrieben, so dass es nicht verwundert, wenn diese scheitern.

Veränderungsprozesse sind komplex, deshalb bedarf es einer komplexeren Denkstruktur, um diese zu bewerkstelligen. Change Management im 21. Jahrhundert muss Transformation bedeuten, das Erreichen einer Bewusstseinsstufe, die das Wechselspiel von Bestimmtheit und Unbestimmtheit souverän handhaben kann und.

6 essentielle Aspekte von Change Prozessen

  • Wechselwirkungen

    4 perspektiven
    Jede Maßnahme hat Auswirkungen auf andere Bereiche im Unternehmen. Man kann weder innere noch äußere Anteile separat verändern und muss deren unterschiedlichen Logiken (Kausalität und Synchronizität) berücksichtigen.

     

  • Emergenz

    Das Zusammenwirken der Anteile bringt immer wieder neue Eigenschaften oder Strukturen hervor, die das System vorher nicht gezeigt hat. Change Maßnahmen beschleunigen Emergenz. Die emergenten Aspekte gilt es zu verstehen und zu integrieren.

     

  • Subjektive Weltsichten

    Menschen sehen und interpretieren die Welt durch völlig unterschiedliche Filter (subjektive Weltsichten). Deshalb bedarf es unterschiedlicher Ansätze und Interventionen, um jeden anzusprechen.

     

  • Wandlungsbereitschaft

    Die Anstrengung, eine höhere Bewusstseinsebene einzunehmen, unternehmen Menschen dann, wenn sie erstens Probleme haben, die sich auf der alten Bewusstseinsebene nicht lösen lassen und zweitens Aussicht auf die Befriedigung von Bedürfnissen haben, die auf der alten Ebene unbefriedigt bleiben. Deshalb müssen Change Prozesse in die Tiefe gehen und sich mit den individuellen Bedürfnissen auseinandersetzen.

     

  • Affekte

    Jedes negative Gefühl bremst Leistungsfreude und Leistungsfähigkeit. Unternehmen sollten der Entstehung und Beseitigung von unguten Gefühlen höchste Aufmerksamkeit widmen, denn dort stecken die Ursachen für mangelndes Engagement und fehlende Innovation. Ein guter Change Prozess erhöht die Leistungsfreude und reduziert Stress.

     

  • Widerstände

    Eine neue Weltsicht löst Widerstände aus. Das ist gesund und ein Indikator für Wachstumspotenzial. Widerstände dürfen nicht ignoriert werden, denn sonst richtet sich die Energie gegen die Lösung und nicht das Problem. Widerstände kann man nicht wegdiskutieren, weil sie mit dem limbischen System verknüpft sind. Sie lassen sich mit Interventionen zweiter Ordnung lösen, mit Maßnahmen, die den alten Denkrahmen sprengen.

 

Erfolg ohne zu kämpfen – Wu Wei

Unsere Art Transformation zu bewirken basiert auf fünf Merkmalen, die Veränderungsprozesse nicht nur erfolgreich machen, sondern diesen Erfolg ohne Kampf herbeiführen. Die Chinesen haben dafür den Begriff "Wu Wei" was so viel bedeutet wie "nicht gegen die Natur" zu handeln.

I do not fix problems. I fix my thinking and problems fix themselves.

Anais Nin

 

1. Denken

Probleme liegen nicht im Außen, sondern in unseren unbewussten Konstruktionen der Welt. Ein Second-Tier Coach vermag die Konstruktionen und Muster zu durchschauen und Lösungen zu konstruieren, die der jeweiligen Stufe angemessen sind. Die Vermittlung zwischen Denkweisen und die Bewusstmachung von Standpunkten schafft Lösungen.

2. Liebe

Alles was ich mit Liebe tue, bereichert mich und die anderen. Mitgefühl, Freundlichkeit, Zugewandtheit und die Wertschätzung aller Perspektiven kreieren die Atmosphäre, in der Menschen sich entfalten können.

3. Flow

Das Zusammenspiel von Denken und Fühlen in Übereinstimmung mit dem eigenen Wertesystem nennt man Selbst-Kohärenz oder Flow. Flow entsteht durch die Verbindung von Geist und Verstand. Wer selbstkohärent ist, strahlt es aus und beeinflusst andere positiv. Flow ist Effizienz gekoppelt mit Leichtigkeit. Besser geht es nicht.

4. Präsenz

Präsenz ist mehr als Aufmerksamkeit. Es bedeutet zu hören, was nicht gesagt wurde, zu lesen, was zwischen den Zeilen steht und kleinste Signale aufzunehmen, damit Probleme erst gar nicht manifestieren. Wenn sie es doch tun, dann ist Reaktionsgeschwindigkeit wichtig, weil Probleme schlimmer werden, je länger sie unangetastet verweilen.

5. Variantenreichtum

Es liegt in der Natur des Menschen, zu Wiederholungen zu neigen. Dafür sorgt der Energiespartrieb unseres Gehirns. Dieses Muster aufzubrechen ist sehr hilfreich, um Wandel angenehm zu machen. Immer wieder neue Ideen, Methoden, Impulse und Räume zu verwenden ist inspirierend und macht Wandel spielerisch.

Haben Sie Lust bekommen auf unseren Ansatz, Erfolg ohne zu kämpfen zu erreichen? Dann freuen wir uns über Ihren Anruf 069.42603751 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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