Game Change ‚Äď Lebensqualit√§t statt Existenzkampf

eine Bruecke zwischen Existenz und Sein

Wir haben entschl√ľsselt, wie Denken die Konflikte erzeugt, die zu l√∂sen es beabsichtigt und eine L√∂sung entwickelt. Unser ho­lis­tisch­er An­satz ist ge­leb­te Prax­is von Wand­lungs­f√§­hig­keit ‚Äď und kei­ne Theo­rie oder Frame­work. Es ist der Shift zur Sinn- und Seins­ebe­ne, vom Leis­tungs­stress zur Leis­tungs­freu­de.

Inhalts√ľbersicht


The Name of the Game

Die Welt ist komplex, ver√§nderlich und mehrdeutig. Analytisch-kausales Denken auf Basis wissenschaftlicher Evidenz ist offensichtlich nicht hinreichend, um die Probleme der Menschheit zu l√∂sen, und das R√§tsel des Lebens zu entschl√ľsseln.

Komplexit√§t zu reduzieren, um das Leben planen und kontrollieren zu k√∂nnen, funktioniert ausgesprochen schlecht; das Leben passiert trotzdem. Die Nebenwirkungen dieser Strategie sind umso m√§chtiger: Umweltzerst√∂rung, chronischer Stress, unl√∂sbare Konflikte, Ver√§nderungsresistenz, Seelenlosigkeit, Sinnentfremdung, sowie unbefriedigte Sehnsucht nach Zugeh√∂rigkeit, Liebe und Gl√ľck.




Die größten Probleme der Welt sind das Ergebnis des Unterschieds zwischen der Funktionsweise der Natur und der Denkweise der Menschen.

Gregory Bateson




Das Erfolgsnarrativ unserer Zeit ist ein Selbstt√§uschungsman√∂ver. Prestige, Karriere, Wohlstand und Macht bedeuten keineswegs, dass man gl√ľcklich, sorgenfrei oder erf√ľllt lebt. Selbstwert oder Liebe durch Leistung und Besitz erringen zu m√ľssen, und von der Best√§tigung durch andere abh√§ngig zu sein, ist tats√§chlich deprimierend. Es ist Sisyphusarbeit, ein Hamsterrad. 

Der Wunsch nach Ver√§nderung ist gro√ü, doch Change Strategien scheitern zuverl√§ssig, im pers√∂nlichen, wie auch im organisationalen Kontext. Das ist nicht weiter erstaunlich, da sie sich auf dieselbe Logik st√ľtzen, mit der die Probleme √ľberhaupt erst entstanden sind. Der gr√∂√üte Knackpunkt f√ľr die Evolution der Menschheit ist, ihre eigene Indoktrination zu durchbrechen.
 

Der kollektive blinde Fleck

Der fun­da­men­ta­le Irr­tum, auf dem Grafik von First-Tier (Denken) und Second-Tier (Geist)al­le Kon­flik­te und Pro­ble­me ba­sie­ren, ist die √úber­zeu­gung, dass das Le­ben mit Den­ken steu­er­bar sei. Tat­s√§ch­lich wird es zu √ľber 90 % von der (Be­wusst­) Seins­ebe­ne be­stimmt.

Alle Er­schei­nung­en der phy­si­ka­lisch­en Welt ha­ben ihre Ur­sach­en in der geis­ti­gen Wirk­lich­keit, dem ur­spr√ľng­lich­en Geist hin­ter der Form­welt, den man Second-Tier nennt. Geist ist all­um­fass­end und wider­spruchs­frei. Kon­flik­te, Wi­der­spr√ľche und Para­doxien entstehen durch Begrenzungen und Logiken.


Der Gegner sitzt zwischen den Ohren

Das personale Bewusstsein ist ein Ausschnitt des universellen Geistes, ein Filtersystem, das sich durch Denkmuster und Erfahrungen als Matritze f√ľr die Realit√§tskonstruktion manifestiert.  Es entscheidet √ľber die Kategorien des Denkens, und die Art der Informationsverarbeitung. Bisherige Erfahrungen, Verletzungen und Einstellungen legen fest, welche Informationen aufgenommen, und wie diese interpetiert werden. Das Denken formt das personale Bewusstsein des Menschen, sein geistiges Filtersystem, dessen Symptom Egoismus ist.

Die erlebte Realit√§t ist also keine objektive Gegebenheit, sondern ein Spiegel des wahrnehmenden Bewusstseins, das sich weder seiner Selektivit√§t noch Konditionierungen bewusst ist. Le­sen Sie in die­sem Bei­trag, wa­rum dem Ver­stand nicht zu trau­en ist.

 

We don¬īt see things as they are; we see things as we are.

Ana√Įs Nin



Das Wirkprinzip des Geistigen ist Gegenseitigkeit oder Resonanz. Das beschr√§nkte, bewertende Bewusstsein zieht Entsprechungen in der Au√üenwelt an, sodass die unbewussten √úberzeugungen fortlaufend best√§tigt werden. Es ist also kein Wunder, dass die Menschheit in einem √§hnlichen Netz widerspr√ľchlicher Absichten und Handlungen gefangen ist.

Auch hochintelligente und reflektierte Menschen sind diesen Verstrickungen ausgeliefert. Das Mental hat ebensowenig Zugriff auf die Bewusstseinsebene, wie ein Auge sich selbst sehen kann. Ungeachtet der Tatsache, dass es unm√∂glich ist, etwas in einer anderen Person zu sehen, das nicht in einem selbst liegt, lassen Menschen nicht davon ab, einander zu beschuldigen und abzuwerten. 

Das nichtbewusste Filtersystem regiert das Leben. Mit Fakten verf√§hrt es wie mit allen anderen Informationen. Es zensiert sie in der Illusion von Objektivit√§t und Vernunft.

 

Die Lösungen sind das Problem

Die Systeme und Strategien des rationalen Zeitalters werden ohne Bewusstsein f√ľr die geistige Ursachenebene konzipiert. Sie sind auf der Symptomebene der physikalischen Welt und versto√üen gegen die Gesetzm√§√üigkeiten der Ganzheitlichkeit, die Grundlage allen Lebens sind.

Das Gesetz des Ausgleichs besagt, dass jede Kraft ihre Gegenkraft erzeugt. Die Abgeh√§ngten, die Demokratien in der ganzen Welt gef√§hrden, sind Folge der gesellschaftlichen Polarisierung auf Erfolg, Macht und Bescheidwisserei. Polares Denken schafft die Probleme, die zu l√∂sen es beabsichtigt. Es gibt keine Macht ohne Unfreiheit, keinen Wohlstand ohne Verlustangst, und keine Gewinner ohne Verlierer. 

Sich als Pers√∂nlichkeit zu identifizieren, bewirkt die innere Getrenntheit von Seele und Geist, den transpersonalen Bereichen des Selbst; Gl√ľcks- und Sinndefizite sind die Folge. Diese Defizite in der materiellen Welt befriedigen zu wollen, ist eine weitere Sisyphusaufgabe. Die Wirtschaft gedeiht an Dauerkonsum, Pers√∂nlichkeitsoptimierung und esoterischem Firlefanz, Menschen tun es nicht.

Change Strategien basieren wiederum auf mentalen Logiken  ‚Äď also nicht auf der Ursachenebene ‚Äď wobei ein jeder sein Filtersystem als  Vernunft ausgibt. √úber die unterschiedlichen Sichtweisen wird endlos gestritten, wenngleich jeder recht hat ‚Äď in seiner Realit√§tskonstruktion. 




Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

Albert Einstein




Changing the Game

Es gilt die Diskrepanz zwischen polarem Denken und Wirklichkeit auszumerzen. Die Lebensqualit√§t h√§ngt von der Beziehung zur Welt ab, dem Sein. Diese Beziehung zu wandeln, beginnt damit, das Falsche zu lassen. K√§mpfen, Begrenzen, Ausschlie√üen und Streiten ‚Äď sowie negative Gedanken und Gef√ľhle sind selbstsch√§dlich, weil das Resonanzprinzip f√ľr Entsprechungen sorgt.

Perspektiven, Methoden, Mechaniken und wenn-dann-Logiken greifen zu kurz. Sie erfassen weder die Ursachen, noch sind sie ganzheitlich. Die Einschränkungen von Raum und Zeit, Materie und Dinghaftigkeit sind Konstrukte des Denkens, das hat die Quantenphysik schon vor einhundert Jahren erwiesen.

Die Wirklichkeit ist ein untrennbares Ganzes, sie ist Verbundenheit (Geist), Bewegung, Energie ‚Äď und sie ist unendlich. Denken ist logisch, die Wirklichkeit ist sinnhaft geordnet. Deshalb braucht es die Freiheit vom Intellekt, um erkennen zu k√∂nnen, was wirklich ist. Das ist Second-Tier Denken.

√Ėstliche Traditionen arbeiten mit Meditation und der Erfahrung h√∂herer Geisteszust√§nde, um die Begrenzungen und Unruhen des Verstandes, des Monkey Minds aufzul√∂sen. Wir haben eine andere Strategie entwickelt, die den Vorteil hat, nicht nur wandelnd, sondern auch funktional zu sein. Sie wirkt mitten im Leben und im Arbeitsalltag von Organisationen.

Ener­gie ist √§qui­va­lent mit Geist. Sie die fuenf domaenen der organisationsentwicklungflie√üt von al­lein, wenn nichts aus­ge­schlos­sen und al­les in Har­mo­nie ist. Ih­re dy­na­misch­en Wirk­prin­zi­pi­en um­fas­sen so­wohl die kon­kre­ten Ph√§­no­me­ne der phy­si­ka­lisch­en Welt als auch die da­hin­ter lie­gen­den geis­ti­gen Ge­setz­m√§√ü­ig­kei­ten. Sie bil­den das pro­zess­hafte, mul­ti­di­men­sio­na­le und un­trenn­ba­re We­sen der Wirk­lich­keit ab.

Un­se­re Ge­sund­heit, un­ser Gl√ľck und auch un­ser Er­folg im Le­ben h√§ng­en von der frei­en und gleich­m√§√ü­ig­en Ver­tei­lung der Le­bens­en­er­gie in K√∂r­per, Geist und See­le ab.

Je har­mo­nisch­er die En­er­gie flie√üt, des­to er­f√ľll­ter ist das Le­ben. Seine Aufmerksamkeit auf Harmonie auszurichten, ist die Strategie, die keine Gegenkraft hervorruft. Sie ist im Einklang mit der Funktionsweise der Natur und das macht das Leben m√ľhelos.  Die Chinesen nennen diese Weisheit Wu-Wei, wir nennen es holistisches Denken, es ist die smarteste Form von Effizienz.


 

Wahres Wissen erlangt man nicht durch Denken. Es ist das, was du bist; das, was du wirst. 

Sri Aurobindo




Die Zielsetzung von Change

Wir können uns nicht aussuchen, wer wir sein wollen. Wir kommen nicht als leere Blätter zu Welt, sondern als Seelen mit einer Struktur und Lebensaufgabe. Diese Struktur drängt nach Verwirklichung, sie ist das wahre Selbst, das es von allen gedanklichen Indoktrinationen durch Familie, Kultur, Zeitgeist, Nation und intersubjektiven Realitäten freizuschaufeln gilt.

Aufgrund des Kardinalirrtums, das Denken f√ľr die Wirklichkeit zu halten, fokussieren Menschen sich auf Ziele in der Formwelt, statt darauf, ihre Potenziale zu entfalten. Aus Sicht der Seele sind das Fehlentwicklungen, die sie durch Krisen und Krankheiten zu korrigieren sucht.

Der einzige Weg zu einem gl√ľcklichen und erf√ľllten Leben liegt darin, der zu werden, der man wirklich ist. Ein sinnvolles Leben gr√ľndet darauf, frei zu sein von der Suche nach Best√§tigung und Erlaubnis durch andere. Selbst-Sein ist die ultimative Freiheit, es ist das Bewusstsein von  vollst√§ndigem Frieden, Gelassenheit und innerer Einheit, die kein Mensch und keine Situation jemals wegnehmen k√∂nnten.


Changing the Change

Das Geheimnis der wirksamen Ver√§nderung liegt darin herauszufinden, wie man den aktuellen Zustand herstellt. Wenn dem Ver√§nderungswilligen das Muster bewusst wird, mit dem er den unerw√ľnschten Zustand hervorbringt, ver√§ndert sich die Energie unmittelbar. Das Muster verliert seine Kraft, die entsprechende Pers√∂nlichkeitsstruktur wird erl√∂st.

Transformation ist ein Prozess, der immer größere Freiheitsgrade hervorbringt, deshalb sprechen wir von Wandel, ohne zu kämpfen.

Auf den Unternehmenskontext bezogen hei√üt das, dass man herausfinden muss, wie Innovation, Agilit√§t und Wandel unterdr√ľckt werden, denn sie sind das Normale, die Wirkprinzipien der Natur. Neue Methoden und Strukturen (Formwelt) bewirken keine geistige Gelenkigkeit (Ursachenebene), das Niedere beeinflusst das H√∂here nicht. Man w√ľrde ja auch nicht erwarten, dass alle Rock¬īn Roll tanzen, nur weil man Turnschuhe verteilt. 

Viele Unternehmen haben gelernt, dass agile Strukturen keine agilen Mindsets hervorzaubern. Seitdem flie√üt viel Aufmerksamkeit in die psychologische Evaluierung von Mitarbeitern. Und wieder sind die Ursachenketten zu kurz. Man verarztet die bewussten Denkstrukturen des Verstandes, obwohl dieser das Verhalten zu weniger als 10 % steuert.

Expertise hat nichts mit Bewusstsein zu tun

Auch Psychologen, Psychiater, etc. k√∂nnen nicht tiefer blicken, als sie eigenes Bewusstsein entwickelt haben. Sie k√∂nnen auch dann nicht die Konditionierungen ihres Mentals √ľberschreiten, wenn sie trans-personale Psychologie studiert haben.

Erkenntnisf√§higkeit entsteht durch Bewusstseinsentwicklung. Es ist ein Ringen mit den eigenen Strukturen und √úberzeugungen, die durchl√§ssig werden m√ľssen. Weder objektives Wissen noch mediale F√§higkeiten bringen Bewusstsein hervor; Erleuchtung ist das Abbr√∂ckeln der Unwahrheit.

Das Modell Spiral Dynamics, dessen Werte-Hierarchie Grundlage einiger Organisationsentwicklungsmodelle ist, spricht von Second-Tier und holistischem Denken. Die Wirklichkeit des Geistes und dessen Wirkprinzipien (beispielsweise die Nichtselektivit√§t, die Werte ausschlie√üt), erfasst es nicht. Es stammt aus einer mentalen, relativen Perspektive und ihren Irrt√ľmern. Ausf√ľhrlich beschreiben wir das in diesem Beitrag.

 

Den Sinn erh√§lt das Leben einzig durch die Liebe. Das hei√üt: Je mehr wir zu lieben und uns hinzugeben f√§hig sind,  desto sinnvoller ist das Leben.

Hermann Hesse



Vom Stress zum Flow

Das eigene Wesen zu erkennen ‚Äď und in allem, was man tut, zum Ausdruck zu bringen, ist der Sinn des Lebens. Die ganze Freude liegt darin, dass man sich die Dinge zu eigen macht, dass man sie mit Liebe tut. Flow ist ein Prozess, die T√§tigkeit mit dem Momentum der Begeisterung zu verbinden. Das bedeutet Selbstvergessenheit oder Sein. 

Die ewigen Standardisierungen, Blaupausen, Mechanismen und Methoden t√∂ten Kreativit√§t, Individualit√§t und Begeisterung. Bewusst zu sein hei√üt die Welt ohne Rationalisierung zu erleben, ohne Trennung von Beobachter und Beobachtetem. M√∂ge KI m√∂glichst bald alle schematischen Aufgaben √ľbernehmen, dann k√∂nnen Menschen sich mit dem Wesentlichen befassen, ihren sch√∂pferischen Kr√§ften.

Komplexit√§t zu meistern, erfordert Gegenw√§rtigkeit (statt Planung), Handlungsvariet√§t (statt Routinen), die Bewusstwerdung von Mechanismen (statt Methoden), und das Zusammenf√ľhren von Widerspr√ľchen (statt recht haben). So entstehen Flow, Ko-Kreativit√§t, das Gef√ľhl der Zugeh√∂rigkeit und gro√üartige Leistungen, die den Erfolg des Unternehmens sichern. 

Mit einer Unternehmenskultur, die auf Diversit√§t, Potenzialentfaltung und Teamspirit ausgerichtet ist, beendet man die z√§hen Zeiten von Konkurrenzdenken, Alltagstrott und innerer K√ľndigung. Leistungsstress wandelt sich in Leistungsfreude, wenn der Beruf dem Ausdruck des wahren Selbst dient, und keine Rolle ist, die gespielt werden muss. 




Ich glaube, dass man auf die kollektive Wiedererlangung einer geistigen Gesundheit hoffen kann und muss, die sich durch die Fähigkeit zu lieben und zu kreieren auszeichnet.

Erich Fromm


 

Fazit Game Change

Die Probleme unserer Zeit resultieren aus der polaren Denklogik des Intellekts, welche die geistige Ursachenebene nicht integriert. L√∂sungen liegen auf der Symptomebene und zerst√∂ren Lebendigkeit, denn sie ber√ľcksichtigen die untrennbare Verbundenheit allen Lebens nicht.

Holistisches Denken umfasst alle Dimensionen des Seins. Es stellt die urspr√ľngliche Ganzheit wieder her, sodass Menschen sich der Leichtigkeit des Seins erfreuen. Indem die Bed√ľrfnisse nach Zugeh√∂rigkeit, Gl√ľck und Sinn erf√ľllt werden, wandelt sich Verhalten organisch. Arbeitgeber, die das verstehen, haben weder Probleme mit Mitarbeiterbindung, noch Ver√§nderungsprozessen.


 

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