Holis­tisches Den­ken ist Seelen-DenkenGrafik der drei Denksysteme Verstand, Bewusstsein (Geist) und Seele, die holistisches Denken ausmachen

Holis­tisches Den­ken verbindet konkretes Denken (Verstand) mit  dynamischem Denken (Geist) in der erkennenden Seele. Die Seele ist das individuelle Muster, die Unmittelbarkeit und Qualität, mit der ein Mensch die Wirklichkeit in ihrer Ganzheit erkennt und verarbeitet. 

Inhaltsübersicht


Holismus ist die Lehre vom Ganzen

Holismus von holos, griechisch ganz ist eine Lehre, die analog zur Definition von Ganzheitlichkeit besagt, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Einzelteile. Mit dem Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht formuliert, welche Dimensionen in dem Ganzen enthalten sind. Sind nur die explizit-bewussten Dimensionen gemeint, oder auch die implizit-unbewussten?

Ganzheit ist eine notwendige Eigenschaft natürlicher Systeme. So ist jedes Organ ein Holon, ein ganzes System und gleichzeitig Teil eines größeren Systems. Ohne eine feinstoffliche Kraft kann aber kein natürliches System existieren. Die Untrennbarkeit von GEIST und Materie wird von allen Weisheitstraditionen angenommen und wurde wissenschaftlich durch die Quantenphysik bestätigt.

Mit der Schreibweise in Großbuchstaben wird die Dimension GEIST von dem personalen Geist oder Bewusstsein unterschieden.

Rationalität – Wirklichkeit ohne Lebendigkeit

Dennoch wird die Dimension des GEISTES, der Lebendigkeit im rationalen Weltbild ausgeschlossen, weil es auf einem Wissen­schafts­ver­ständ­nis basiert, dass nur kausale, wiederholbare Zusammenhänge als wahr anerkennt.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die über die kausalen Zusammenhänge hinausgehen, wie beispielsweise die Quantenphysik, wurden bislang nicht in das allgemeine Wissenschaftsverständnis integriert, nicht einmal in der Physik.

Deshalb erfahren wir von diesen Einsichten über einzelne Wissenschaftler wie Hans-Peter Dürr, Carl Friederich von Weizäcker, Rupert Sheldrake, Fritjof Capra, Bruce H. Lipton oder David Bohm, welche die erste, physisch-materielle Wirklichkeit nicht von der zweiten, metaphysisch-geistigen Wirklichkeit trennen, weil diese nur zwei unterschiedliche Erscheinungsformen des einen, untrennbaren  Ganzen sind.


zwei wirklichkeiten

Die zweite Wirklichkeit ist implizit

Die Funktionsweise des Verstandes besteht in der Trennung von Subjekt und Objekt und der Suche nach der kausalen Verbindung. Der Verstand grenzt etwas ab und bestimmt (definiert) es damit. Weil Denken zwangsläufig fragmentierend ist, ist es unmöglich, die Allverbundenheit und Nondualität der Dimension GEIST durch Denken zu verstehen, die in allem Expliziten implizit enthalten ist. In der Dimension des GEISTES, der Lebendigkeit sind Ursache und Wirkung eins, es gibt keine Kausalität. Jetzt kommen wir an den Punkt, wo der Verstand nicht weiterkommt, weil dieser ausschließlich kausal denken kann.

GEIST, die Dimension der Allverbundenheit und der Nondualität kann nur vom (eigenen) Geist geschaut oder beobachtet werden. Das Bewusstsein kann man sich wie einen dunklen Bildschirm vorstellen, auf dem der Verstand Spielfilme laufen lässt. Ein Film kann niemals erkennen, was der dunkle Bildschirm ist. Der Verstand kann nicht zum Bewusstsein vordringen, deshalb kann nur die Freiheit von Gedanken (und Gefühlen, die immer gekoppelt sind) zur Gewahrwerdung des Bewusstseins führen.

Bewusstsein - der Paradigmenwechsel 

Die Erforschung des Bewusstseins steht noch ganz am Anfang. Der größte Teil des Wissens darüber stammt aus den östlichen Weisheitstraditionen, wie den indischen Veden. Fakt ist, dass sich Bewusstsein nicht durch Wissen oder Lernen erweitern lässt, sondern ausschließlich durch einen inneren Erkenntnisprozess, der mit der Reifung der Seele, mit deren Integrationsstadien gekoppelt ist. 

Die größte Herausforderung besteht darin, dass der spirituell Suchende auf der einen Seite den Wunsch und den Willen hat, die Welt in ihrer Tiefe zu ergründen, und auf der anderen Seite eben dieser Wille das Hindernis auf dem Weg zur Erkenntnis ist, weil sich Erkenntnis nur in einem Zustand des offenen Nichwissens und demütigen Empfangen einstellt, der frei von Willen ist.

Das Verständnis von Bewusstsein ist ein Paradigmenwechsel. Nicht der Mensch hat ein Bewusstsein, sondern das Bewusstsein konstruiert die Struktur ICH. Man kann auch sagen, dass das Denken den Denker erzeugt. Um also zum Bewusstsein vordringen zu können, muss die Konstruktion ICH aufgelöst werden und das bedeutet, den Verschluss des Verstandes zu sprengen. Damit wird der Überlebensinstinkt des Menschen herausgefordert, denn weite Teile des Gehirns sind ausschließlich damit beschäftigt, die Konstruktion ICH zu beschützen. 

Diesen Entwicklungsprozess der Ich-Transzendenz zu bewirken ist die Ausrichtung aller Weisheitsschulen und Religionen. Es geht darum, dass sich der Mensch nicht länger als ein getrenntes, materielles Wesen begreift, sondern sich als ein allverbundenes, geistiges Wesen identifiziert. 

Mit Überschreiten des personalen Bewusstseins befreit sich der Mensch aus der Dualität und dem Leid und nähert sich der Entfaltung seines Seelenpotenzials an. So lohnenswert dieses Ziel ist, so schwierig ist es gleichermaßen.

Wahres Verstehen folgt nicht aus den Sinnesorganen.

Buddha



Der Seelenweg, die Ganzwerdung

Der rationale Mensch befindet sich in ständigem Kampf gegen die Natur, weil er linear denkt, die Wirklichkeit aber nichtlinear und dynamisch ist. Die Dynamik und Lebendigkeit der Natur sind Störfaktoren, die sein Konzept von Planung, Sicherheit und Kontrolle fortlaufend korrumpieren. Gleichzeitig beraubt ihn die Reduktion der Wirklichkeit auf das Explizit-Bewusste der Möglichkeit, seinem höheren Selbst näher zu kommen und den Sinn seines Daseins zu begreifen, denn Sinn ist ein Gegenstand der Metaphysik, des GEISTES. 

Um Ganzheit erkennen zu können, muss der Mensch seine eigene Fragmentierung heilen und ganz werden. Das ist ein Erkenntnisprozess, bei dem die Seele die einzelnen Intelligenzen auf das Wohlergehen des Ganzen ausrichtet.

yin yangErkenntnis ist der Gegenpol zum Wissen. Das Taiji Symbol, welches die Einheit der Gegensätze darstellt zeigt auf, dass die passive Kraft des Yin, des Empfangens und der Demut der Komplementär des Wissens ist, der zur Ganzheit führt.



Der Egoismus der Seelen-Anteile

Der individuelle Mensch hat die selben Probleme, mit denen Organisationen, Gesellschaften und die Weltpolitik konfrontiert sind. Seine Teilsysteme sind Besserwisser, die sich nur für den Bereich interessieren, für den sie zuständig sind. Sie wollen führen und herrschen und den anderen sagen, wie die Dinge zu laufen haben. 

Die Instinkte wollen konsumieren, kämpfen, spielen, gewinnen und besitzen. Die affektive Intelligenz, die Emotionen, wollen Sicherheit, Erfolg, Macht. Die instrumentelle Intelligenz, der Verstand, kann sich in den Dienst jedes Ziels stellen. Er beurteilt nicht das Ziel, sondern überlegt, mit welchen Mitteln ein Ziel effizient und effektiv erreicht werden kann.

Alle drei Systeme erzeugen Konflikte zwischen Denken und Fühlen, Sehnsucht und Vernunft, zwischen Werten und Handlungen. Die Konflikte können nur durch die vierte Intelligenz des Menschen, durch die erkennende Seele gelöst werden. Die Seele ist sanft und bescheiden, sie erkennt das Wahre, Gute und Schöne ohne zu meinen, zu wollen oder zu manipulieren. Die Seele hat die Fähigkeit, die egoistischen Teilsysteme auf das Wohlergehen des Ganzen auszurichten, wenn der Wille der Teilsysteme sich durchzusetzen aufgegeben wird.



Alles Leid entsteht durch Nicht-Erkennen des Ganzen. Jeder Teilbereich muss auf das Ganze ausgerichtet sein, um das Leid zu beenden.

 

Das Denken der Seele

Ganzheit befreit den Menschen vom Drama der Dualität, der Unsicherheit und der Ängste. Ein Mensch, der sich im Einklang mit der holistischen Ordnung befindet ist kein getrenntes, unsicheres Einzelwesen mehr sondern erlebt sich als Holon, als ein lebendiges Ganzes des untrennbaren Ganzen. 

Die Aufgabe der Seele ist die Synthese von rationalem Denken und Bewusstsein. Viele Menschen praktizieren Spiritualität durch Meditation, Gebet oder anderes. Es geht aber nicht darum, die beiden Denksysteme abwechselnd zu benutzen. Es geht darum den trennendem Verstand und den verbindendem Geist mit der Erkenntnis des Ganzen zu verschmelzen, so dass Denken, Fühlen und Handeln kohärent auf das Ganze ausgerichtet sind. Die Sprache der Seele ist Unmittelbarkeit, sie erkennt das Ganze und weiß was zu tun ist. Aus diesem Grund sind holistische Denker wahnsinnig schnell in der Lösung komplexer Aufgaben.

 

Holismus richtet die Aufmerksamkeit auf das Wohlergehen des Ganzen, bei maximaler Unterstützung des Einzelnen.



Ein neuer Weg zur Ganzheit  

Unser Ansatz besteht darin, Menschen in den Flow der holistischen Ordnung zu bringen, ohne ihnen explizites Verständnis der geistigen, nondualen Dimension abzuverlangen. 

Materie und GEIST, das Bewusste und das Unbewusste, das Duale und das Nonduale verschmelzen in der Dimension der Energie, auch Chi genannt. Chi macht den Unterschied zwischen Kämpfen und Fließen, zwischen Stress und Flow.

Die lebendige Ganzheit ist die energetische Ebene, deren Funktionsweise wir in einem umfassenden, interdisziplinären Studium erlernt haben. Unser Wissen basiert auf dem authentischen Feng Shui des Chinesischen Kaiserpalastes, welches wir auf Meister-Nivau beherrschen. Wir verbinden das Wissen über Energie, Lebendigkeit und Wandel mit unserem Know-how über Organisationsentwicklung, Change-Management und Unternehmensberatung zu holistischen Lösungen, die Menschen im Einklang mit den Prinzipien der Natur bringen. Die Chinesen nennen es Wu-Wei. Wir nennen es holistisches Change Management oder Wandel, ohne zu kämpfen.

Im Projektmagazin ist unser Essay Wie wollen wir in Zukunft leben und arbeiten erschienen, welches die holistisches Weltsicht – sowie unseren pragmatischen Ansatz holistisch zu handeln  ausführlich darstellt. Gerne senden wir Ihnen den Artikel zu, wenn Sie uns eine Nachricht an mail@insiderooms.de schicken. Das sind Spielregeln für bezahlte Autoren, die wir gerne akzeptieren. 


Hier finden Sie unser Angebot, oder rufen Sie uns einfach zu einem kostenlosen Erstgespräch an. 069.42603751.


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Literatur

Die implizite Ordnung, David Bohm
Das Er­wachen der See­le, Gunda Scholdt
Führung durch die Seele, Jürg Theiler
In­te­gra­le Spir­itu­ali­tät, Ken Wilber

 

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