Harmonisches Sein durch holistisches DenkenGrafik der Dreitiligkeit des Leben durch Wille, Form und Liebe

Holistisches Denken ist eine Logik der Vernetzung von lebendigen Strukturen und Prozessen. Es löst die vielfältigen Konflikte, die durch das polare Denken des Intellekts entstanden sind, indem es alle Dimensionen der Wirklichkeit – und ihre Verbundenheit erfasst. Holistisches Denken transformiert Existenz(kampf) zu Sein.  

Inhaltsübersicht


Holismus ist die Lehre vom Ganzen

Holismus von holos, griechisch ganz ist eine Lehre, die analog zur Definition von Ganzheitlichkeit besagt, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Einzelteile. Den Begriff Holismus prägte der Südafrikaner Jan Christiaan Smuts (1870 – 1950). Den systematischen Ansatz erarbeitete als Erster der englische Biologe John Scott Haldane (1860 – 1936).

Der Holismus ist eine zusammenhängende Theorie der Natur- und Geisteswissenschaften, nach der alle Daseinsformen im Universum (physikalische, biologische, aber auch kulturelle) die Tendenz aufweisen, sich zu höher integrierten, harmonischeren Einheiten zusammenzuschließen. Mit der Ganzheit entsteht etwas Neues, Komplexeres.

Holismus einfach erklärt

Der Taoismus liefert eine leicht verständliche, holistische Weltsicht. Er besagt, dass sich der Kosmos aus der Interaktion kompetitiver Kräfte entfaltet. Die Zusammengehörigkeit der vermeintlichen Gegensätze ist das oberste Prinzip. Die Spannung zwischen den Polaritäten ist notwendig, damit Lebendigkeit entsteht. Aber Yin und Yang sind keine Kontrahenten, sondern Komplementäre. Das eine kann ohne das andere nicht sein.
 

Hier einige Gegensatzpaare:

  • taijitu - das Symbol von Yin und Yang

  • Materie – Geist

  • Bewusst – Nichtbewusst

  • Physik – Metaphysik

  • Begrenzt – Unendlich

  • Männlich – Weiblich


Das Taijitu, das Symbol von Yin und Yang, zeigt die Dreieinigkeit des Lebens. Die komplementären Kräfte, die das Universum bilden, werden von einer dritten Kraft verbunden. Die Liebe der Seele ist die magnetische Kraft, die durch die silberne Mitte symbolisiert wird.

Holismus ist also nicht nur die Zusammengehörigkeit von Polaritäten einer Kategorie wie heiß und kalt oder Licht und Dunkelheit, es ist die Verbundenheit aller Dimensionen.

Die Quantentheorie hat diese Sichtweise bestätigt. Sie beschreibt das Universum als dynamisches, unteilbares Ganzes, das den Beobachter immer einschließt. Die Begrenzungen von Raum und Zeit, Materie und Dinghaftigkeit sind nicht mehr gültig. Alles ist Verbundenheit (Geist), Bewegung, Energie.




Nicht nur ist alles im Wandel, sondern es ist Wandel. Das heißt, das, was ist, ist der Prozess des Werdens selbst, während alle Objekte, Ereignisse, Entitäten, Umstände, Strukturen usw. Formen sind, die sich von diesem Prozess ableiten lassen.

David Bohm




Was bedeutet holistisches Denken?

Holistisches Denken basiert auf der Einsicht, dass die polare Struktur des Mentals verantwortlich ist für die endlosen Konflikte und Probleme auf der Welt. Eine Denklogik von Subjekten und Objekten, Gut und Böse, ich und Nicht-ich entspricht nicht der Wirklichkeit, es sind mentale Konstrukte. Sie halten Menschen in Definitionen und Abgrenzungen, Soll-Zuständen, Wunschdenken und Abhängigkeiten gefangen.

Die Natur besteht aus Prozessen des Entstehens und Vergehens, dabei werden Moleküle durch das gesamte Universum getauscht. Indem Menschen sich selbst als solche Prozesse erkennen, kommen sie über das konfliktreiche, rationale Stadium hinaus. Die Strategien des Abgrenzens und Bewertens sind das wahre Problem. Sie verursachen disharmonische Schwingungen oder Energie, die gleichartige anzieht.

Holistisches Denken ist sich der schöpferischen Kräfte des Menschen bewusst, denn das Geistige basiert auf dem Resonanzprinzip. Alles, was man denkt, fühlt, tut und unterlässt, erzeugt Entsprechungen. Die geistigen Zustände von Liebe, Frieden und Glück in sich zu kultivieren, führt zur Übereinstimmung mit der Welt  – oder der Leichtigkeit des Seins.

Lebensqualität ist von der Beziehung zur Welt abhängig, vom Sein. Die Kriterien sind innere Harmonie und Ganzheit, die Kohärenz von Körper, Geist und Seele. Der erste Schritt besteht darin, mit dem Kämpfen aufzuhören, keine weitere Disharmonie durch polares Denken zu erzeugen.  


Grafik der Vermittlerrolle der Seele zwischen Mental und  GeistWir ha­ben ei­nen Weg ge­fun­den, Ver­bun­den­heit als Denk­lo­gik zu nut­zen. Sie trans­for­miert den All­tag von Men­schen und Or­ga­ni­sa­tio­nen und be­wirkt Ein­klang mit der Na­tur, wo­raus Mühe­lo­sig­keit ent­steht.

Es ist Wan­del, der sich von in­nen ent­fal­tet, ein Game-Changer.






Wie funktioniert holistisches Denken?

Hin­ter je­der Er­schei­nung der Der fuenf Elemente zyklusphy­si­ka­lisch­en Welt steht ein Prin­zip der geis­ti­gen, un­trenn­ba­ren Wirk­lich­keit, das sei­ne wah­re Ur­sache ist. Ex­pli­zi­te Zwei­heit drückt ei­ne im­pli­zi­te Ein­heit aus.

Die Be­zieh­ungen zwisch­en geis­ti­ger Ur­sach­en- und phy­si­ka­lisch­er Er­schei­nungs­ebe­ne ba­sie­ren auf dy­na­misch­en Prin­zi­pi­en. Mit der Aus­rich­tung auf Har­mo­nie, die nichts ausschließt, er­fasst man das un­sicht­ba­re Netz, das al­le Di­men­sio­nen ver­bin­det.

 


Synchronizität ist das Universum, das uns auf den Weg weist, den wir gehen sollten.

Albert Einstein




Die Beziehung zwischen immaterieller und materieller Welt, Mikro- und Makrokosmos beruht auf dem universellen Gesetz der Analogie: wie innen, so außen: wie oben, so unten. Sind innen und außen kohärent, fügen sich die Dinge, sie fallen zusammen. Menschen sprechen von Zufall, doch es handelt sich um Synchronizität.

Synchronizität ist das schöpferisch wandelnde Potenzial des Geistigen. Es transformiert die Dinge auf eine höhere Schwingungsebene, die als Leichtigkeit und Glückseligkeit empfunden wird. Um Synchronizität zu erleben, muss man dem Leben (der eigenen Seele) zuhören. Es braucht Offenheit und eine Haltung von Nichtwissen, damit die subtilen Signale empfangen werden können.  

Warum ist holistisches Denken so wenig verbreitet?

Der ganze Kosmos ist nach harmonikalen Prinzipien geordnet. Schon Pythagoras beschrieb die harmonischen Proportionen vom Einzelnen zum Ganzen durch rationale Zahlen. Bekannt sind der goldene Schnitt, die Fibonacci Spirale, sowie musikalische Intervalle und Rhythmen. Doch es gibt zahlreiche weitere Urmuster sinnlich nicht wahrnehmbarer Zusammenhänge. Platon war der Überzeugung, dass Geometrie die Seele zur Wahrheit ziehe.

Dieses Wissen über die inneren Zusammenhänge der Welt wurde lange Zeit als Geheimwissen bewahrt und ausschließlich an moralisch integre Adepten weitergegeben. Die tiefere Wahrheit offenbart sich durch Bewusstseinsentwicklung, durch den Weg der Selbsterkenntnis. Die Unwahrheit muss Stück für Stück abblättern, bis nur das Wirkliche übrig bleibt, das Geistige, das keine Ursache hat.  

Diese Inhalte zu Objekten des Denkens zu machen, führt zu Entstellungen, weil das Mental im Relativen verankert ist. Die Welt ist voller Halbwahrheiten, welche die Wunschnatur des Menschen füttern. Es ist Teil des Reifungsprozesses, durch die Illusionen der Astralwelt zu gehen, bis der Geist von Gedanken und Gefühlen befreit ist.




Die Seele ist kein Ding, sondern das Sein in der Welt. Diese Seele ist kein endgültiger Zustand, sondern ein Werden, Entfaltung, Entwicklung.

Erwin Ringel




Die Wirkung von holistischem Denken

Unser Ansatz liegt darin, die Qualität von Harmonie in die Räume, Strukturen, Prozesse und Strategien von Organisationen zu bringen. Menschen machen die Erfahrung der unmittelbaren Verbesserung ihres Arbeitsalltags.



Persoenlichkeit, Seele und Geist sind untrennbarIn Har­mo­nie zu den­ken und Po­la­ri­tä­ten zu­sam­men­zu­bring­en, ent­spricht dem See­len­be­wusst­sein. Die Se­ele führt zur in­ne­ren Ganz­heit des Men­schen, sie löst al­le Kon­flik­te der Per­sön­lich­keit­sebe­ne.

Sie hat ei­nen Sinn für das Schrä­ge, Ver­que­re und Schief­lauf­en­de im Leben, sie sieht ihm mit hei­ter­er Ge­lassen­heit ent­ge­gen.



Amor fati
Lie­be zum Schick­sal nann­te Nietz­sche die­se Ma­xi­me, durch die er den Zu­stand der höchst­mög­lich­en Le­bens­be­ja­hung für den Men­schen greif­bar mach­en woll­te. Es braucht Mut, sich dem Unangenehmen im Leben zu stellen, ihm nicht auszuweichen. Wenn man aber bedenkt, dass Leid durch Nichtakzeptanz entsteht, durch den Widerstand gegen das, was ist, dann ist es erheblich klüger, den Stier bei den Hörnern zu packen.

Man macht die Erfahrung, dass sich die Kraft, mit Katastrophen fertig zu werden, einstellt, wenn man ihnen entgegentritt.  Rückblickend sind es die Krisen, die das Leben formen und zur Selbstwerdung führen. Sein wahres Selbst zu werden, ist das Privileg des Lebens.

 

Holistisches Denken im Modell Spiral Dynamics

Gemäß des Entwicklungsmodells Spiral Dynamics, ist holistisches Denken die achte Ebene (von bislang neun) der sich chronologisch entwickelnden Weltsichten und Wertesysteme von Menschen.

Die Annahme des Modells, dass Entwicklung durch sich verändernde Umweltbedingungen ausgelöst wird und die Umstände für ein holistisches WMeme noch nicht vorhanden sind, teilen wir nicht. In dem Beitrag Spiral Dynamics Kritik führen wir das aus.     

Fazit holistisches Denken

Holistisches Denken ist auf der Zusammengehörigkeit von Polaritäten begründet. Es erfasst alle Dimensionen der Wirklichkeit und fördert Vitalität und Lebensfreude. Die Anwendung von holistischem Denken setzt keine komplexe Bewusstseinsstruktur voraus, sondern lediglich die Bereitschaft, sich an der größeren Intelligenz der Natur auszurichten.

Holistisches Denken entspricht der Funktionsweise der Seele, deren Aufgabe die Verbindung von Himmel und Erde, von Kosmos und Mensch ist. Sich der eigenen Seele bewusst zu werden, führt zur Verwirklichung des individuellen Lebenssinns.



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