Holis­tisches Den­ken ist Seelen-DenkenGrafik der drei Denksysteme Verstand, Bewusstsein (Geist) und Seele, die holistisches Denken ausmachen

Holis­tisches Den­ken verbindet konkretes Denken (Verstand) mit  Bewusstsein / Gewahrsein (Geist, Zeuge) in der erkennenden Seele. Die Seele ist ein individueller Energiekörper, der die Wirklichkeit in ihrer Ganzheit erkennt und mit ihr interagiert. 

Inhaltsübersicht


Holismus ist die Lehre vom Ganzen

Holismus von holos, griechisch ganz ist eine Lehre, die analog zur Definition von Ganzheitlichkeit besagt, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Einzelteile. Mit dem Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht formuliert, welche Dimensionen in dem Ganzen enthalten sind. Sind nur die explizit-bewussten Dimensionen gemeint, oder auch die implizit-unbewussten?

Ganzheit ist eine notwendige Eigenschaft natürlicher Systeme. So ist jedes Organ ein Holon, ein ganzes System und gleichzeitig Teil eines größeren Systems. Ohne eine feinstoffliche Kraft kann aber kein natürliches System existieren. Die Untrennbarkeit von GEIST und Materie wird von allen Weisheitstraditionen angenommen und wurde wissenschaftlich durch die Quantenphysik bestätigt.

GEIST, aus wissenschaftlicher Sicht ein Bewusstsein-Energie-Kontinuum, ist die unsichtbare Innenwelt, die untrennbar mit der äußeren Welt verbunden ist, aber trotzdem anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Mit der Schreibweise in Großbuchstaben wird die Dimension GEIST von dem personalen Geist oder Bewusstsein unterschieden.

Die personale Innenwelt besteht aus den Instinkten, Emotionen und Gedanken. Die Dimension GEIST geht darüber hinaus, sie verbindet alles, was existiert. Die Fähigkeit, diese Dimension zu erkennen, entsteht durch Bewusstseinsentwicklung, durch Transzendenz des Personalen. Kann die Identifikation mit dem Ich aufgelöst werden, erschließt sich die trans-personale Innenwelt, der GEIST.

Es beginnt mit der Unterscheidung zwischen Denken und Beobachten. Der Mensch ist nicht identisch mit seinen Gedanken und Gefühlen, er hat sie. Er kann sich selbst sowohl beim Denken, als auch beispielsweise beim Weinen zugucken. Diese Qualität wird der Zeuge oder auch Bewusstsein genannt.

Rationalität – Wirklichkeit ohne Lebendigkeit

Die Dimension des GEISTES, der Lebendigkeit wird im rationalen Weltbild ausgeschlossen, weil es auf einem Wissen­schafts­ver­ständ­nis basiert, dass nur kausale, wiederholbare Zusammenhänge als wahr anerkennt.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die über die kausalen Zusammenhänge hinausgehen, wie beispielsweise die Quantenphysik, wurden bislang nicht in das allgemeine Wissenschaftsverständnis integriert, nicht einmal in der Physik.

Deshalb erfahren wir von diesen Einsichten über einzelne Wissenschaftler wie Hans-Peter Dürr, Carl Friederich von Weizäcker, Rupert Sheldrake, Fritjof Capra, Bruce H. Lipton oder David Bohm, welche die erste, physisch-materielle Wirklichkeit nicht von der zweiten, metaphysisch-geistigen Wirklichkeit trennen, weil diese nur zwei unterschiedliche Erscheinungsformen des einen, untrennbaren  Ganzen sind.


zwei wirklichkeiten

Die zweite Wirklichkeit ist implizit

Die Funktionsweise des Verstandes besteht in der Trennung von Subjekt und Objekt und der Suche nach der kausalen Verbindung. Der Verstand grenzt etwas ab und bestimmt (definiert) es damit. Weil Denken zwangsläufig fragmentierend ist, ist es unmöglich, die Allverbundenheit  der Dimension GEIST durch Denken zu verstehen, die in allem Expliziten implizit enthalten ist. In der Dimension des GEISTES, der Lebendigkeit gibt es keine Ursachen von Wirkungen, das Wirkprinzip des GEISTES ist Resonanz, auch Synchronizität genannt. 

 Das Bewusstsein kann man sich wie einen dunklen Bildschirm vorstellen, auf dem der Verstand Spielfilme laufen lässt. Ein Film kann niemals erkennen, was der dunkle Bildschirm ist. Der Verstand kann nicht zum Bewusstsein vordringen, deshalb kann nur die Freiheit von Gedanken (und Gefühlen, die immer gekoppelt sind) zur Gewahrwerdung des Bewusstseins führen.

Bewusstsein - der Paradigmenwechsel 

Die Erforschung des Bewusstseins steht noch ganz am Anfang. Der größte Teil des Wissens darüber stammt aus den östlichen Weisheitstraditionen, wie den indischen Veden. Fakt ist, dass sich Bewusstsein nicht durch Wissen oder Lernen erweitern lässt, sondern ausschließlich durch einen inneren Erkenntnisprozess, der mit der Reifung der Seele, mit deren Integrationsstadien gekoppelt ist. 

Das Verständnis von Bewusstsein ist ein Paradigmenwechsel. Nicht der Mensch hat ein Bewusstsein, sondern das Bewusstsein konstruiert die Struktur ICH. Man kann auch sagen, dass das Denken den Denker erzeugt. Um also zum Bewusstsein vordringen zu können, muss die Konstruktion ICH aufgelöst werden und das bedeutet, den Verschluss des Verstandes zu sprengen. Damit wird der Überlebensinstinkt des Menschen herausgefordert, denn weite Teile des Gehirns sind ausschließlich damit beschäftigt, die Konstruktion ICH zu beschützen. 

Diesen Entwicklungsprozess der Ich-Transzendenz zu bewirken ist die Ausrichtung aller Weisheitsschulen und Religionen. Es geht darum, dass sich der Mensch nicht länger als ein getrenntes, materielles Wesen begreift, sondern sich als ein allverbundenes, geistiges Wesen identifiziert. 

Mit Überschreiten des personalen Bewusstseins befreit sich der Mensch aus der Dualität und dem Leid und nähert sich der Entfaltung seines Seelenpotenzials an. So lohnenswert dieses Ziel ist, so schwierig ist es gleichermaßen.

Wahres Verstehen folgt nicht aus den Sinnesorganen.

Buddha



Der Seelenweg, die Ganzwerdung

Der rationale Mensch befindet sich in ständigem Kampf gegen die Natur, weil er linear denkt, die Wirklichkeit aber nichtlinear und dynamisch ist. Die Dynamik und Lebendigkeit der Natur sind Störfaktoren, die sein Konzept von Planung, Sicherheit und Kontrolle fortlaufend korrumpieren. Gleichzeitig beraubt ihn die Reduktion der Wirklichkeit auf das Explizit-Bewusste der Möglichkeit, seinem höheren Selbst näher zu kommen und den Sinn seines Daseins zu begreifen, denn Sinn ist ein Gegenstand der Metaphysik, des GEISTES. 

Um Ganzheit erkennen zu können, muss der Mensch seine eigene Fragmentierung heilen und ganz werden. Das ist ein Erkenntnisprozess, bei dem die Seele die einzelnen Intelligenzen auf das Wohlergehen des Ganzen ausrichtet.

yin yangErkenntnis ist der Gegenpol zum Wissen. Das Taiji Symbol, welches die Einheit der Gegensätze darstellt zeigt auf, dass die passive Kraft des Yin, des Empfangens und der Demut der Komplementär des Wissens ist.



Der Egoismus der Seelen-Anteile

Der individuelle Mensch hat die selben Probleme, mit denen Organisationen, Gesellschaften und die Weltpolitik konfrontiert sind. Seine Teilsysteme sind Besserwisser, die sich nur für den Bereich interessieren, für den sie zuständig sind. Sie wollen führen und herrschen und den anderen sagen, wie die Dinge zu laufen haben. 

Die Instinkte wollen konsumieren, kämpfen, spielen, gewinnen und besitzen. Die affektive Intelligenz, die Emotionen, wollen Sicherheit, Erfolg, Macht. Die instrumentelle Intelligenz, der Verstand, kann sich in den Dienst jedes Ziels stellen. Er beurteilt nicht das Ziel, sondern überlegt, mit welchen Mitteln ein Ziel effizient und effektiv erreicht werden kann. Alle drei Systeme erzeugen Konflikte zwischen Denken und Fühlen, Sehnsucht und Vernunft, zwischen Werten und Handlungen.



Alles Leid entsteht durch Nicht-Erkennen des Ganzen. Jeder Teilbereich muss auf das Ganze ausgerichtet sein, um das Leid zu beenden.

 




Das Erwachen der Seele

Bislang gibt es keine Möglichkeit, das Erwachen der Seele gezielt zu bewirken. Die Erfahrung zeigt, dass es oftmals Menschen mit besonders hohem Leidensdruck sind, welche in die Dimension des GEISTES vordringen. Die Erleuchtungsbemühungen unzähliger spiritueller Schulen zeigen wenig Evidenz.

Auch wenn man möglicherweise die Schwelle zur Nondualität nicht überschreitet, lohnt es sich, den Weg der Selbsterkenntnis oder Individuation zu gehen. Jeder Schritt macht das Leben ein wenig heller.

Auf der energetischen Ebene ist der Mensch eine Kollektion von Mustern, die sich aus seinen Gefühlen, Überzeugungen und Handlungen bilden. Weil auch die implizit-unbewusste Ebene von Ängsten, Verletzungen und Annahmen Muster bildet, interagiert der Mensch immer mit seinem ganzen Sein mit der Welt. Er zieht Umstände an, die sein Sein spiegeln, so dass er sich darin erkennen kann.

Ähnliche Muster resonieren, ob wir das wollen, oder nicht. Das erklärt, warum wir bestimmte Erfahrungen wieder und wieder machen. Was wir an anderen ablehnen und verurteilen, sind eigene Aspekte. Unsere disharmonischen Muster ziehen solange passende Situationen und Ereignisse an, bis wir verstehen, integrieren und harmonisieren.

Diese Prozesse haben nichts mit einem Belohnung / Bestrafung Konzept zu tun, der dem Begriff Karma oft angelastet wird. Es geht um Bewusstsein und dieses differenziert nicht zwischen gut und böse, alles ist Bewusstsein.

Der denkende Mensch sieht Probleme immer außerhalb von sich, das liegt in der Natur des Verstandes, der eine Perspektive zwischen Subjekt und Objekt errichtet. Er sieht ungeheuerliche, unmoralische und abstoßende Aspekte in anderen und will sich durch Abgrenzung und Anderssein davor schützen. Weil das Leben nicht linear, sondern paradox aufgebaut ist, ist das Abgrenzen das tatsächliche Problem. Es hält den Menschen in seiner eingeschränkten Weltsicht und der trügerischen Gewissheit gefangen, einer von den Guten zu sein.

Wenn die Probleme aber nicht abreißen und einem schreckliche Dinge widerfahren, obwohl man ein Guter ist, dann kann die Wirk­lich­keits­kon­struk­tion eine Er­schüt­ter­ung erfahren. Möglicherweise stellt sich der Gedanke ein, dass die eigenen Ansichten von gut und richtig* noch nicht der Weisheit letzter Schluss sind, dass es eine höhere Intelligenz gibt.

* Bewusstseinsentwicklung (Second-Tier) bedeutet, alle Vorstellungen über die Welt, wie sie ist oder sein sollte, aufzugeben. Richtig und falsch, gut und böse sind nur Perspektiven, Konstruktionen des Verstands (First-Tier), keine Wirklichkeit.

Glücklicherweise existiert die höhere Intelligenz in Form von Bordmitteln. Die eigene Seele, das vierte Intelligenzzentrum des Menschen ist die höhere Intelligenz! Die Seele ist nicht nur ein Energiekörper, sie ist auch ein erkennendes Denkorgan. 

Die Seele ist sanft und bescheiden, sie erkennt das Wahre, Gute und Schöne ohne zu meinen, zu wollen oder zu manipulieren. Die Seele hat die Fähigkeit, die egoistischen Teilsysteme auf das Wohlergehen des Ganzen auszurichten, wenn der Wille der Teilsysteme sich durchzusetzen aufgegeben wird. Die Seele weiß, dass jede Abgrenzung von der Allverbundenheit des Bewusstseins zu Leid führt.

Das Denken der Seele

Ganzheit befreit den Menschen vom Drama der Dualität, der Unsicherheit und der Ängste. Ein Mensch, der sich im Einklang mit der holistischen Ordnung befindet, ist kein getrenntes, unsicheres Einzelwesen mehr sondern erlebt sich als Holon, als ein lebendiges Ganzes des untrennbaren Ganzen. 

Die Aufgabe der Seele ist die Synthese von rationalem Denken und Bewusstsein. Viele Menschen praktizieren Spiritualität durch Meditation, Gebet oder anderes. Es geht aber nicht darum, die beiden Denksysteme abwechselnd zu benutzen. Es geht darum den trennendem Verstand und den verbindendem Geist mit der Erkenntnis des Ganzen zu verschmelzen, so dass Denken, Fühlen und Handeln kohärent auf das Ganze ausgerichtet sind.

Kohärenz ist das Lebensziel und die Seele ist der Fachmann für Kohärenz. Sie kann innen und außen gleichzeitig erkennen und reagiert unmittelbar, sie weiß, was zu tun ist. Aus diesem Grund sind holistische Denker wahnsinnig schnell in der Lösung komplexer Aufgaben.

 

Holismus richtet die Aufmerksamkeit auf das Wohlergehen des Ganzen, bei maximaler Unterstützung des Einzelnen.



Ein neuer Weg zur Ganzheit  

Unser Ansatz besteht darin, Menschen in den Flow der holistischen Ordnung zu bringen, ohne ihnen explizites Verständnis der geistigen, lebendigen Dimension abzuverlangen. 

Materie und GEIST, das Bewusste und das Unbewusste, das Duale und das Nonduale verschmelzen in der Dimension der Energie, auch Chi genannt. Chi macht den Unterschied zwischen Kämpfen und Fließen, zwischen Stress und Flow.

Wir haben die Funktionsweise von Energie in einem umfassenden, interdisziplinären Studium erlernt. Unser Ansatz verbindet das authentische Feng Shui des Chinesischen Kaiserpalastes mit Know-how über Organisationsentwicklung, Change-Management und Unternehmensberatung zu holistischen Lösungen, die Menschen im Einklang mit den Prinzipien der Natur bringen. Die Chinesen nennen es Wu-Wei. Wir nennen es holistisches Change Management oder Wandel, ohne zu kämpfen.

Im Projektmagazin ist unser Essay Wie wollen wir in Zukunft leben und arbeiten erschienen, welches die holistisches Weltsicht – sowie unseren pragmatischen Ansatz holistisch zu handeln  ausführlich darstellt. Gerne senden wir Ihnen den Artikel zu, wenn Sie uns eine Nachricht an mail@insiderooms.de schicken. Das sind Spielregeln für bezahlte Autoren, die wir gerne akzeptieren. 


Hier finden Sie unser Angebot, oder rufen Sie uns einfach zu einem kostenlosen Erstgespräch an. 069.42603751.


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Literatur

Die implizite Ordnung, David Bohm
Das Er­wachen der See­le, Gunda Scholdt
Führung durch die Seele, Jürg Theiler
In­te­gra­le Spir­itu­ali­tät, Ken Wilber

 

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